Protokoll der JHV.
 

Protokoll der Jahreshauptversammlung am 19 .03. 2012  

TOP 1    Begrüßung

Der Vorsitzende Horst Perry begrüßt die Anwesenden und bedankt sich für die zahlreichen Spenden. Er begrüßt von der Presse Frau Ullmann, die zukünftig für den Herold und den Probsteer schreiben wird. Er bedankt sich bei Frau Wilkat und  Herrn Pastor Thoböll für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung, sowie bei Herrn Lüneburg für die Pflege der Home Page des Fördervereins.
Anträge der Mitglieder liegen nicht vor.

TOP 2   Genehmigung der Tagesordnung
Der Vorsitzende schlägt eine Ergänzung der Tagesordnung vor. Unter TOP 8a wird  Pastor Thoböll einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten der Kirche einschließlich Renovierung der Winterkirche geben. Die  Ergänzung wird einstimmig von den Mitgliedern angenommen

TOP 3   Verlesen des Protokolls der JHV vom 14.03.2011
Helga Grimm verliest das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 14. 03. 2011.

TOP 4   Genehmigung des Protokolls zu TOP 3
Das unter TOP 3 verlesene Protokoll wird einstimmig angenommen.

TOP 5   Bericht des Vorsitzenden
Der Vorsitzende begrüßt das neunundneunzigste und hundertste Mitglied  aus Probsteierhagen mit einem Blumenstrauß.Er bedauert die geringe Beteiligung der Außendörfer am Förderverein.Der Vorsitzende gibt einen Überblick über die bezuschussten und geplanten Maßnahmen an denen sich der Förderverein beteiligt hat bzw. beteiligen  wird.  Die Putten und das Wappen der ehemaligen Gutsloge sind bereits restauriert. Die Begleichung der Rechnung wurde vom Förderverein vorgenommen, einschließlich einer Spende  der Fördesparkasse in Höhe von 2000,-- Euro. Weiterhin werden die Maßnahmen Restauration der Glocke aus dem Jahre 1678 und die Restauration der Helmstange mit der Wetterfahne vom Förderverein  bezuschusst. Bautechnisch sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen.
Außerdem hat das Holzschild mit dem Motiv „Probsteier Ehepaar zur Kirche reitend“  einen neuen Anstrich erhalten und ist inzwischen an seinem alten Platz neu aufgestellt worden.  Diese  Arbeiten  wurden  durch den Förderverein finanziert.
Die veranstalteten Fahrten und Friedhofsführungen sowie das Apfelfest wurden sehr gut angenommen. Für neu geplante Veranstaltungen hofft der Verein auch auf rege Beteiligung.

TOP 6   Kassenbericht
Die Kassenwartin Helga Klindt verliest den Kassenbericht. Sie erwähnt, daß die 50.000,-- Euro vom Innenministerium z. Zt. noch auf einem Festgeldkonto liegen und bei bestimmten Voraussetzungen abgerufen werden können. Sie hebt hervor, dass anlässlich der Beerdigung von Frau Kirschnick und Frau Hopp, Spenden in Höhe von 700,-- und 600,-- Euro vereinnahmt wurden.  Der Kassenbericht liegt in der Anlage bei.

TOP 7   Bericht der Kassenprüfer
Frau Mews und Herr Kuhn haben am  12. 03. 2012 die Kasse geprüft und  keine Beanstandungen festgestellt.

TOP 8   Entlastung des Vorstandes
Herr Kuhn beantragt die Entlastung des gesamten Vorstandes. Die Entlastung erfolgt einstimmig bei  Enthaltung des Vorstandes.

TOP 8a Bericht von Pastor Thoböll
Pastor  Thoböll berichtet über den Baufortschritt des  Kirchengebäudes und der Winterkirche deren Innenraum neu gestaltet werden soll.

TOP 9   Wahlen
a)    
Vorsitzender
Der derzeitige Vorsitzende Herr Perry stellt sich zur Wiederwahl. Andere Vorschläge liegen nicht vor. Herr Perry wird einstimmig bei eigener Enthaltung wiedergewählt.Herr Perry nimmt die Wahl an erklärt aber gleichzeitig, dass es seine letzte Amtszeit sein wird.

b)    
Kassenwart
Die derzeitige Kassenwartin Helga Klindt ist bereit für eine neue Amtsperiode zu kandidieren. Weitere Vorschläge werden nicht gemacht. Frau Klindt wird einstimmig bei eigener Enthaltung wiedergewählt. Frau Klindt nimmt die Wahl an.

c)    
Schriftführer

Die bisherige Schriftführerin Helga Grimm steht für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Als neue Schriftführerin wird Hella Kloth vorgeschlagen. Weitere Vorschläge gibt es nicht. Frau Kloth wird einstimmig bei eigener Enthaltung gewählt. Frau Kloth nimmt die Wahl an.
d)    
1. Beisitzer
Frau Karen Sye steht für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Vorgeschlagen wird für dieses Amt Herr Eckard  Lamp. Weitere Vorschläge werden nicht gemacht. Herr  Lamp wird einstimmig bei eigener  Enthaltung gewählt. Herr Lamp nimmt die Wahl an.
      2.  Beisitzer
Die derzeitige Beisitzerin Dagmar Freier-Patz steht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Andere Vorschläge gibt es nicht. Frau Freier-Patz wird einstimmig bei eigener Enthaltung gewählt. Frau Freier-Patz nimmt die Wahl an.

e)    
Kassenprüfer
Die bisherige 1. Kassenprüferin Frau Mews scheidet aus. Somit wird automatisch Herr Kuhn der 1. Kassenprüfer.
Als 2. Kassenprüfer wird Friedel Tute vorgeschlagen. Weitere Vorschläge werden nicht gemacht. Herr Tute wird einstimmig bei eigener Enthaltung gewählt. Herr Tute nimmt die Wahl an.

TOP 10   Jahresplanung
Vorgesehen sind mehrere Kirchenführungen. Zum  Tag des offenen Denkmals  und zum Apfelfest wird sich der Verein wieder einbringen. Ein  Ausflug nach Lunden/Friedrichstadt ist im Juni geplant. 

TOP 11   Verschiedenes
Herr Thoböll weist darauf hin, dass angedacht ist, am 13. Mai2012  und am 10. Juni 2012, nach dem Gottesdienst eine Radfahrt zu starten. Diese Fahrten könnten eventuell mit der Schönberger und Schönkirchener Kirche gemeinsam veranstaltet werden.  Außerdem  regt er eine Zusammenarbeit der Fördervereine Schönberg, Schönkirchen und Probsteierhagen an.
Herr Thoböll würde sich wünschen, dass die Särge in der Grablege mit Namen und Herkunft der Verstorbenen beschriftet werden würden. Herr Perry wird versuchen das Thema aufzuarbeiten.
 

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Nachrichten, Berichte und Termine rund um St. Katharinen.

Pressinfo 11.2011





Festwoche in Probsteierhagen

Die Kirchen wurde in 2009 Jahr 750 Jahre alt, ebenso die Gemeinde Probsteierhagen. Das wurde mit einer Festwoche vom 11. - 20. September gemeinsam gefeiert werden.
Die Eröffnung der Festwoche wurde mit einem festlichen Gottesdienst in der St. Katharinen Kirche eröffnet.

Presseinfo KN 03.2009

Eine Geschichte zu den Särgen in der Kirche...

In unregelmäßiger Reihenfolge möchte ich für Sie Begebenheiten aus unserer Kirche und von den langjährigen Patronen unseres Kirchspiels, den Grafen Blome, berichten.

Heute beginne ich mit einer Begebenheit aus dem Jahre 1985, als unsere Kirche renoviert wurde und ihren alten Namen Katharinenkirche wieder erhielt:

Die altersschwache Heizung musste endgültig erneuert werden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde der Ziegelboden zwischen Chor und Kirchenschiff herausgenommen. Dabei geschah es! Plötzlich ein Loch im Fußboden und darunter kam eine lang in Vergessenheit geratene niedrige Gruft zum Vorschein. Mit den hinzugezogenen Fachleuten vom Denkmalschutz wurde die Gruft untersucht, vermessen und fotografiert. Man fand einen Steinsarkophagen, zwei Zinksärge und zwei bis drei vollständig zerstörte Särge, deren Überbleibsel mit den Gebeinen in einer Ecke lagen. Es ist anzunehmen, dass die Decke nach 1742 einmal eingestürzt war. Dabei wurden diese Särge zerstört. Neben den Überbleibseln lag auch Bauschutt, der in der Eile, wie auf einem Foto gut erkennbar ist, hinter die Särge geschaufelt wurde. Es bestand bestimmt weiterhin Einsturzgefahr, denn der Sarkophag dient jetzt als zusätzliche Stütze, und viele Kalkspritzer auf den anderen Särgen zeugen von einer hastigen Bauausführung.

Im Steinsarkophag ruht Detlev Blome, der als Sohn von Wulf Blome (1651-1735) am 03. September 1687 auf Gut Hagen geboren wurde und am 18. September 1742 unverheiratet im Hamburg verstarb. Warum dieser Sarkophag nicht in der 1717 angebauten Gruft beigesetzt wurde, ist unbekannt. Wer in den beiden unzerstörten Särgen ruht, ist mir nicht bekannt, aber ein flacher Zinksargdeckel der zerstörten Särge gab ein „Geheimnis“ preis:

Auf Anordnung des Denkmalschutzes wurden die zerstörten Sargteile heraufgeholt, um sie zu entsorgen. Dies erfuhr der leider viel zu früh verstorbene ortsansässige Paul Schmidt. Wir beschlossen, diesen Deckel in seiner Werkstatt einmal genau anzusehen, denn trotz aller Verschmutzung konnte man erkennen, dass etwas in den Zinkdeckel graviert war. Nach gemeinsamer Säuberung stellten wir fest, dass in dem zerstörten Sarg Bartram Pogwisch (27.12.1540-1607) geruht hatte. Er war Besitzer der Güter Dobersdorf, Hagen und Schönhorst. Seine Frau war Ida Pogwisch, geb. Blome. Sie waren die Urgroßeltern von Lucia Blome, geb. Pogwisch, die 1646 Hinrich Blome geheiratet hatte. So ist anzunehmen, dass in den anderen Särgen in dieser Gruft die Vorfahren von Lucia Blome, ihr Ehemann Hinrich und auch sie selbst beigesetzt waren. Ob auch ihr Vater Siegfried Pogwisch, der 1626 mit 30 Jahren im heutigen südlichen Niedersachsen während des 30-jährigen fiel, hier beigesetzt wurde, ist nicht bekannt.

Beschreibung des Sargdeckels:

Auf dem oberen Drittel des Sargdeckels befindet sich ein Wappen mit dem laufenden Wolf (Pogwisch); auf der Spitze des Wappens ein Wolfskopf, der aus einem Federbusch herausragt. Über dem Wappen sind die Buchstaben „BPW“ eingraviert. Unter dem Wappen ist Jesus am Kreuz mit INRI-Inschrift und am Fuße des Kreuzes ein Totenschädel mit Gebeinen eingraviert. Der äußere Rand des gesamten Deckels ist mit kunstvollen Ornamenten ziseliert.

Inschrift des Sargdeckels:

IN DISSEM SARCKHE ROUWET DER EDLER NE... ERN VESTER BARTRAM PHOWISSCHE DER SEINEN GODT ... NEDICH SI

ICK WETH DAT MIN VORLOSER ERLEVET UND HE WERT MI NAMALS UTH DER ERDEN VPERWECKEN UN ICK WERDE DANACH MIT DISSER MINER HVD VMMEGEVEN WERDEN UND WERDE IN MINEN FLEISCHE GODT SEHEN DEN SULVVEN WERDE ICK MI SEHEN UND MINE OGEN WERDEN ENE SCHOUWEN UND ... FREMDER

ICK WILL SCHOUWEN DIN ANTLATE IN GERCHTIGHEIT ICK WILL SATH WERDEN; WE ICK UPWAKE NA DINEN BI...E STEHMEN HÖREN UND WERTH HERUD GAHN, DE GUDT GEDAHN HEBBEN THO DER UPERSTANDINGE UND DA LEVEN WOL

JESUS SPRACK: ICK BIN DES UPERSTANDINGE UND DAT LEVEN, WOL AN MI GELOVET DE WERT LEVEN WEN HE OCK REDE STORVE UNDE WOL DAR LEVET UND GELOVET AN MI DE WERT NIMMER MHER STERVEN

ANNO 1607

Unter der Inschrift befindet sich ein Wappen mit dem springenden Hund (Blome), auf der Spitze des Wappens ein Busch aus Pfauenfedern, darunter folgende Inschrift:

DIE POEWISKEN SELIGE BARTRAM NAGELATEN WEDEWE:

 

Jetzt liegt der Sargdeckel auf einem einfachen Holzrahmen genagelt auf dem Kirchenboden und wird dort in Vergessenheit geraten. Aber irgendwann wird wieder jemand den Sargdeckel in Augenschein nehmen und wohl rätseln, wie und warum dieses Überbleibsel aus lang vergangener Zeit auf dem Kirchboden lagert. An Paul Schmidt, dem wir es hauptsächlich zu verdanken haben, dass ich diesen Bericht schreiben konnte, wird sich dann wohl niemand mehr erinnern.

                                                                                                                   Horst Perry